Idole im Sport

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  • Habt ihr Idole?


    Meine Idole sind unter anderem Nile Wilson und Katelyn Ohashi.


    Beide besitzen Eigenschaften, die beweisen, dass zum Sport mehr gehört als reines Talent und die mir immer wieder aufs Neue zeigen, dass man alles schaffen kann.


    Nile Wilson ist ein berühmter YouTuber, der für die britische Nationalmannschaft turnt und in Rio 2016 die Bronzemedaille am Reck gewann.

    Auf seinem YouTube-Kanal spricht er über Herausforderungen im Training und im Leben, seine Familie und seine Freunde. Bekannt sind auch seine regelmäßigen Turnchallenges.

    Im Laufe der Zeit hat er dann ein richtiges Konzept entwickelt, um den Turnsport weltweit populärer zu machen. Er ist fest davon überzeugt, dass jeder Mensch turnen kann und dass jeder auch davon profitiert. Seinen Bekanntheitsgrad nutzt er vor allem dafür, seine Message jedem zu vermitteln. Mit seiner „BodyBible“ macht er sein Wissen für jeden, der ein Abo kauft, verfügbar und hilft dabei, die Menschen für das Turnen zu begeistern.

    bodybible.life

    Für seine Mission und seinen Willen, sich nach jeder Verletzung und jedem Rückschlag wieder nach oben zu kämpfen, kann ich ihn nur bewundern.


    Katelyn Ohashi ist die US-amerikanische Turnerin, die im Januar 2019 mit einer perfekten 10 Punkte Wertung am Boden weltweit für Aufsehen sorgte.


    Niemand hatte zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, am allerwenigsten sie selbst.

    Seit diesem Zeitpunkt ist sie berühmt und räumt regelmäßig neue 10er Wertungen ab. Später gab sie dann zu, häufig für ihre Figur gehänselt worden zu sein. Sie wurde als fett beschimpft und man sagte ihr, sie würde nie wirklich gut im Turnen sein. Aber sie hat sich davon sehr runterziehen lassen. Mit ihrem Wettkampferfolg konnte sie sich selbst und der Welt beweisen, wie wahre Schönheit und Stärke aussieht und dass sie es trotz aller Menschen, die sie beleidigt haben, schaffen kann.

    Keiner hat geglaubt, dass sie es soweit bringt, aber sie hat nicht aufgehört zu kämpfen.


    Wer sind eure Idole? Was bewundert ihr an ihnen? Und wie motivieren sie euch?

  • Idole oder Vorbilder hat man immer irgendwie. Auch in anderen Sportarten.
    Wir hatten einst eine Technik, die sich im Training die "MP-Welle" nannte. Nach einem Herren, bei dem sich unsere Trainer diese abgeguckt hatten. Insofern liegt hier ein gewisser Vorbildcharakter vor - man lernt von denjenigen, die besser sind als man selbst.
    Genauso sind Trainer und Instrukteure selbst in gewisser Weise Vorbilder. Im Idealfall kreiert man mit ihnen eine Bindung, in der man zu ihnen aufschaut und von ihnen lernen möchte. Meiner Meinung nach.

  • Klar. Trainer haben immer eine gewisse Vorbildfunktion. Vor allem jüngere Sportler sind sehr leicht zu beeinflussen und hinterfragen weniger.


    Mit zunehmendem Alter des Sportlers muss sich der Trainer stärker um den Respekt des Sportlers bemühen. Von daher ist eine möglichst frühe Bindung zwischen Trainer und Sportler vor allem im Leistungssport empfehlenswert.


    Ein Trainer ohne Vorbildfunktion hat mMn auch nur wenig Erfolg. Der Respekt ist halt einfach nicht so da.


    Was ist denn eigentlich eine „MP-Welle“?

  • Nitschtr Mhhh... also ich hatte eigentlich bisher noch keine Vorbilder/ Idole im Sport. Vielleicht ist da das Männerturnen zu meiner Zeit auch nicht richtig geeignet. Damals gab es eigentlich nur Eberhard Gienger IIRC. Die sozialen Medien waren auch noch nicht erfunden. Ich hatte und habe aber auch in anderen Bereichen keine Idole und mir sind zumindest Leute suspekt, die "kopflos" alles gut finden, was andere tun (das muss nicht zwangsweise so sein, wenn man ein Idol hat - aber kommt vor - oft im Bereich Fantum ggü. Musikbands). Das heißt aber nicht, dass man von anderen nicht etwas lernen kann. Ich genieße den Austausch mit Menschen, die in ihren Gebieten herausragend sind und/ oder etwas besonderes geschafft haben. Und ich suche diesen Austausch auch bewusst. In so einer Situation kann man dann viel lernen - beiderseits. Im Sport bin ich da gerade in den Anfangszeiten, wenn man mit der Sportart beginnt dem einen oder anderen begegnet. Das waren aber oft "nur" die Leistungsträger im Verein oder die Trainer. Und neben der praktischen Erfahrung war oft auch das mind-setting dieser Leute interessant.


    tl;dr

    Ich habe keine Idole, sondern Menschen, die ich auf verschiedenen Ebenen interessant finde. Der Begriff "Idol" ist für mich persönlich irgendwie negativ besetzt. Von anderen lernen ist immer gut. Und das kann man beinahe von jedem Menschen, da jeder andere Schwerpunkte/ Interessen/ Fähigkeiten hat. Deswegen muss man denjenigen aber nicht zum "Idol" machen.

  • Ein Trainer ohne Vorbildfunktion hat mMn auch nur wenig Erfolg. Der Respekt ist halt einfach nicht so da.

    Ich stimme voll und ganz zu. Nicht zuletzt deswegen habe ich damals den Leistungssport aufgegeben - es fehlte an Respekt und Verständnis, und die Vorstellungen gingen irgendwann einfach zu sehr auseinander.

    Was ist denn eigentlich eine „MP-Welle“?

    Die "Max-Poschart-Welle", kurz MPW, ist eine Technik im Flossenschwimmen. Den Sport habe ich etwa vier Jahre lang betrieben.

    [Blocked Image: https://tauchclub-babelsberg.de/wp-content/uploads/2015/03/Flossenschwimmen.jpg]


    Der Sportler bewegt sich primär durchs Wasser, indem er Vortrieb mit der Flosse erzeugt. Diese ist etwa einen Meter breit und gleicht der eines Delfins. Durch die Verdrängung, die sein Körper erzeugt, entsteht jedoch ein Widerstand, der zur Reduktion der Geschwindigkeit beiträgt. Wie oben zu sehen, bewegt die obere Sportlerin ihren Oberkörper aktiv nach unten, um die Verdrängung an der Wasseroberfläche zu reduzieren. Damit ist sie stromlinienförmiger und hat gleichzeitig die Hebelwirkung, um mit der Flosse den weiteren Vortrieb zu geben. Danach wird der Körper gestreckt, mit den Armen der Weg nach oben eingeleitet. Aaaand... repeat.

    Kurz: eine Methode, mit der sich die Geschwindigkeit und Ausdauer im Wasser auch bei Strecken von 1500m deutlich erhöhen lässt.


    die "kopflos" alles gut finden, was andere tun

    Natürlich. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Gelernten muss dabei sein. Jeder Mensch hat einen Weg. Diesen blind nachzuahmen, kann nicht gut sein, vielmehr kann er als Orientierung dienen und Basis für den weiteren Austausch sein. Jedoch ist es vollkommen legitim, einer oder vielen Personen nachzueifern und sie ein Stück weit zu bewundern.

  • Meine Idole sind unter anderem Nile Wilson und Katelyn Ohashi.

    Diese zwei Personen haben eine bemerkenswerte Lebenseinstellung und drücken das über den Leistungssport aus. Außerdem ist ihre positive Ausstrahlung einfach ansteckend. Da sind sie natürlich ganz sicher nicht die Einzigen.


    Mit Sicherheit gibt es neben den von mir aufgeführten Athleten auch viele andere Personen, die mir im Moment einfach nicht so präsent sind, aber ähnliche Eigenschaften haben. Ich gebe Sankt Peter aber recht, dass man von allen Menschen auf verschiedenen Ebenen etwas lernen kann.


    Der Bekanntheitsgrad der Person spielt auch immer eine wesentliche Rolle. Selbst wenn ich Leute in meinem Umfeld kenne, die ähnlich gestrickt sind wie die genannten Idole, nenne ich trotzdem eine bekanntere Person, wenn jemand nach meinem Idol fragt. Damit kann derjenige dann eher was anfangen.


    Idole sind für mich aber keineswegs Personen, die ich bedingungslos anhimmle. Reflektiertes Beurteilen ist und bleibt wichtig. Jemandem blind zu folgen wie es heutzutage häufig bei Fans von Influencern passiert, halte ich für unsinnig und z.T. sogar gefährlich.

  • Wow, Flossenschwimmen! Das hört sich ja sehr ungewöhnlich an. Wie kommt man denn darauf?


    Und wie muss ich mir das vorstellen bzw. wie fühlt sich das an? Ich habe da das Bild einer Meerjungfrau vor Augen. Gibt es nicht sogar Schwimmkurse für Anfänger, die lernen, wie man mit einer Meerjungfrauen-Flosse schwimmt?:/

  • Ja, das gibt es - Mermaiding ist aber eher etwas für Leute, die Choreographien einstudieren und unter Wasser vorführen wollen. Beim FS geht es um Speed. Vergleichbar z. B. mit einem Delfin.

    Seit 2009 war ich, ein kleines Kind, Mitglied in einem Tauchverein. einige Jahre später, genauer: 2013, traf ich den Vorsitzenden genau dieses Vereins in der S-Bahn. Er fragte mich, ob ich denn Lust hätte, mal in seiner Trainingsgruppe, der Leistungssport Gruppe, 'auf Probe' zu trainieren. Aus 'auf Probe' wurde, 'Du hast jetzt eigene Flossen', und später, 'Mach doch mal in diesem Wettkampf mit'. So war ich, ein naiver, präpubertärer Junge, beim Herbstpokal 2013 gelandet. Und es machte mir recht großen Spaß.
    Daraus wurden dann weitere Wettkämpfe und Meisterschaften (bei denen ich teilweise recht erfolgreich war), bis es mir Anfang/Mitte 2017 einfach zu viel wurde. In einer recht chaotischen Situation stieg ich aus, gab Flossen und Geräte zurück und beendete die Vereinsmitgliedschaft.

  • bzw. wie fühlt sich das an?

    Absolut toll. Wenn man mal von den Krämpfen absieht, die die Wettkampfflossen an den Füßen verursachen (Dropout nach 800m, weil der Schmerz nicht mehr auszuhalten ist).
    Das Gefühl, wenn man bes. mit DTG durchs Wasser gleitet, eine Wende macht und sich kraftvoll abstößt, vermisse ich ehrlich gesagt bis heute.

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