Was ist besser?

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  • Interessanter Beitrag. Einige der Dinge, für die gevotet wurde kommen mir eher wie die "wichtigsten Dinge" und weniger wie die "besten Dinge" vor (Gravitation, Luft, Wasser, ...). Auch Schlaf gehört für mich eher zu den wichtigsten Dingen bzw. den Grundlagen des Lebens/ den Grundbedürfnissen des Menschen. Klar kann man sie deshalb auch als "beste Dinge" bezeichnen, für mich zählen da aber eher andere Sachen rein, die nicht lebensnotwendig sind. Würde ja vielleicht auch langweilig und unnötig sein, die lebensnotwendigen Dinge zu ranken, weil ja wohl jeder zumindest ungefähr weiß, was er zum Leben braucht und warum die Erde existiert? Eigentlich müssten dann doch all diese Dinge auf Platz 1 stehen, oder?

  • Nun, im Allgemeinen stimme ich dem schon zu, was Du kritisierst. Aber sehen wir es doch einmal aus einem anderen Blickwinkel:

    Was ist, wenn zwischen "gut" und "wichtig/notwendig" ein unterschied besteht?

    Ich kann Schlaf durchaus wichtig finden. Er ist wichtig, um meine Energie wieder herzustellen, vereinfacht gesagt.

    Das Erdmagnetfeld mag auch wichtig sein, aber lange nicht so wichtig für mein direktes Überleben wie Nahrung oder Wasser. Klar, ich kann vom Sonnensturm getroffen werden. Aber das passiert nicht hier und jetzt, sondern nur ab und zu. Ist also für mich in diesem Moment unwichtig, gehört demnach nicht mit auf die Liste. Das gleiche mit Pizza, Privatsphäre und Umarmungen, Orgasmen, Bienen und Bisexualität. Alles keine superwichtigen Sachen, wenn man es so betrachtet.



    Aber Scotts Umfrage fragt nicht nach den "wichtigen" Dingen, sondern nach den "besten" Dingen - also verändert sich bei dieser Sichtweise das Bild. Das Magnetfeld mag nur ein Hinterkopfgedanke sein, ich sehe es ja nicht mal (außer in bestimmten Regionen der Erde) - aber ich bin ihm dankbar, dass ich mehr als ein paar Tage zu leben habe, weil es mich beschützt. Ich könnte sagen: "ich bin ein Fan" von Magnetfeldern.


    Umarmungen. Unwichtig. Wir haben zurzeit wenige davon. Braucht doch keiner, es geht doch auch ohne, oder? Haste Dich geschnitten. Viele Menschen wollen diesen oder anderen sozialen Kontakt und sehen ihn als notwendig an. Während sie also nicht ÜBERlebenswichtig sind, tragen sie zum sozialen Wohl bei. Man könnte auch sagen: wir haben ZU wenige Umarmungen (Eine Meinung, die ich fast schon teile). Genau dieses Schema mit anderen Dingen. Pizza ist ein Genussmittel. Orgasmen.. naja, auch, in gewisser Weise. Bienen. Es würde ohne sie gehen, aber deutlich besser mit. Und auch ohne Bisexualität und Privatsphäre könnten wir leben, manche (viele) von uns haben sie aber lieber mit dabei.

    All das kann man mit diesem Satz benennen: "Ich bin ein Fan von Bienen, Privatspäre, Bisexualität, Orgasmen, wähle was auch immer noch alles."

    Im Gegenteil dazu kann man sagen: "Ich mag Yersinia Pestis, SARS und braun weniger als diese anderen Dinge, von denen ich ein Fan bin".

    Und auch wenn die Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, Sex nach EINER Definition) wichtig sind, habe ich aktuell die größte Sympathie zum Schlaf. Heißt nicht, dass ich die anderen Sachen nicht auch gut finde, aber jetzt gerade schlafe ich einfach am liebsten.


    Tom Scott mag zwar in der Vergangenheit recht wissenschaftliche Beiträge geleistet haben, diese Umfrage ist aber keineswegs wissenschaftlich. Fast noch weniger als die von Juni zum Thema "Jingle Bells, Batman smells". Meine Interpretation ist eine von vielen, aber ich hoffe, sie plausibel rübergebracht zu haben.

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