Posts by Sankt Peter

Zeig uns jetzt Deinen Lieblingsanzug: KLICK

    Die jungen Sportler gehen turnen.


    Turnen ist in, Golfen ist out | Wolfratshausen


    Wie sind Deine Beobachtungen in Deinem Umfeld?


    Oft ist es ja so, dass internationale Erfolge deutscher Mannschaften einen Boom auslösen. Handball-Weltmeister >> großer Zulauf beim Handball. Aber leider mit dem Problem, dass dieses neu Angemeldeten nach spätestens einem Jahr wieder weg sind - auch weil oft die Eltern die treibende Kraft waren.


    Turnen scheint aber irgendwie zeitlos populär zu sein, wenn auch nicht auf hohem Niveau. Und viele bleiben dann auch dabei - Turnen überzeugt halt.


    Was kannst Du berichten?

    ...insbesondere, um seine "schwachen" Geräte Ringe und Sprung zukünftig mit seinem Teamkollegen Nick Klessing zu trainieren. Sein Trainer wird dann Hubert Brylok sein, der auch Nick Klessing trainiert. In Berlin hatte er seit 2012 trainiert.


    Lukas Dauser wurde 1993 in Ebersberg geboren und ist aktuell Sportsoldat. Er wurde 2017 Deutscher Mehrkampfmeister und stand auch bereits im WM-Finale. Sein Paradegerät ist der Barren. Die Riesenfelge Diamidov auf einen Holm mit Healy zurück auf die Oberarme wurde als „Dauser“ in die offiziellen Wertungsvorschriften als C-Teil aufgenommen. Das Element hat er erstmalig beim Challenging Caup 2014 in Anadia (Portugal) gezeigt


    Sein Trainer Hubert Broylek ist bereits seit 1987 Trainer und sein Ziel ist es dem Turnen in Halle eine Perspektive zu geben, Broylek ist 60 Jahre alt, wurde in Polen geboren und war selbst als Turner erfolgreich (Nationalmannschaft, zweifacher Vize-Europameister (Sprung und Reck), ...).

    Jetzt bin ich mal neugierig. Was hast Du alles in Deiner Sporttasche, wenn Du zum Training gehst?


    Ich hatte damals einfach meine Turnkleidung und Sportschuhe - fertig.


    Geduscht wurde zuhause. Und Erste Hilfe Kasten gab es in der Halle.


    Heute sieht man ja zum Teil Sporttaschen in einer Größe, mit der andere in Form eines Koffers zwei Wochen Urlaub im Ausland machen.


    Was ist da alles drin?


    Erzähl mal...

    ...und fällt voraussichtlich drei Monate aus. Kleines Band, große Wirkung. Das rechte Sprunggelenk hat es erwischt. Passiert ist es bei der Landung nach einer Dreifach-Schraube. Umgeknickt. Ja, diese verdrehten Landungen sind der Tod für die Beingelenke. Da wirken immense Kräfte in ungewohnten Richtungen.


    Bei einer Verletzung der Syndesmose ist oft das vordere Band betroffen. Dieses trägt elementar zur Stabilität von Schien- und Wadenbein bei. Das Syndesmoseband liegt kurz oberhalb des Knöchels und hält die beiden gabelartigen Knochen zusammen.


    Verletzungen dieser Art findet man oft bei Ballsportarten.


    Eine Heilung ist oft ohne Operation durch Ruhigstellung möglich und dauert rd. acht Wochen. Die Muskulatur bildet sich in der Zeit zurück und man benötigt dann erst einmal etwas Zeit, um die alte Kraft und Belastbarkeit herzustellen. Trotzdem ist es oft nie wieder wie vorher, da sich das Sprunggelenk aufgrund der Verletzung verändern kann. Und wie immer gilt: einmal gerissen ist die Gefahr eines erneuten späteren Riss erhöht.


    Echt Pech. Kaum kann man wieder trainieren und schon verletzt.


    Gute Besserung!


    Turnen - Turner Toba erleidet Syndesmoseriss - Drei Monate Pause - Sport - SZ.de

    Ein guter Weg ist es oft, dass ein Erwachsener nicht alleine mir einem Kind in einem Raum sein darf. Das schützt beide Seiten - also auch den Erwachsenen vor falschen Beschuldigungen. Hier kann dann eigentlich nur noch Mißbrauch auftreten, wenn sich beide Erwachsenen einig sind und das ist denke ich sehr unwahrscheinlich.


    Es gibt aber auch anderen „Mißbrauch“, der als solcher zum Teil gar nicht mehr erkannt wird, da er systemimmanent im Leistungssport ist. Das ist der seelische Druck auf Dinge wie Ernährung/ Gewicht, Trainingswille/ -intensität, ... Natürlich ist es Definitionssache, aber hier verschwimmen die Grenzen schnell.


    Siehe auch das Beispiel der britischen Turnerinnen:

    Missbrauchsvorwürfe britischer Turnerinnen - Warum Turnen so anfällig für Missbrauch ist


    Wer zu faul zum Lesen ist kann es auch hier hören: interview_mit_annelies_knoppers_ueber_missbrauch_im_turnen_dlf_20200718_1930_21b8147e.mp3

    Es wurde bereits in einem anderen Thread darauf hingewiesen, aber ich denke, dass das einen eigenen Thread verdient. Deswegen noch einmal hier:



    Wer hoch fliegt kann tief fallen. Und wer als Leistungssportler penetrant zielorientiert und kompetitiv ist, ist das leider auch in den negativen Phasen seines Lebens. Obsession läßt sich selten abstellen oder fokussieren. Der Erfolg, die Youtube-Belastung und eine Verletzung haben ausgereicht, um ihn temporär vom Weg abzubringen. Manchmal ist es die Verkettung unglücklicher Umstände, die zur mentalen Überforderung führen. Dagegen ist niemand geschützt, das kann dem Robustesten passieren. Selbstreflexion kann hier helfen.


    Gut, dass er die Kurve bekommen hat und ich denke, dass am Ende auch der Rückhalt der Familie wichtig war.

    Na ja, alles wird irgendwann irgendwie langweilig. Selbst die größte Abwechslung.


    Das Training war schon strukturiert. Motiviert haben wir uns selber. Ohne Eigenantrieb geht nichts im Leben vorwärts.


    Es gibt halt Hochs und Tiefs - wie beim Wetter. Wenn man als junger Mensch ewig an einem Element rummacht kann das schon zu Frust führen. Man hat ja eine gewisse Ungeduld. Und dann ätzt es einen an immer und immer wieder das Gleiche zu üben.


    In der Summe war unser Training wenig abwechslungsreich.

    Nix Wettkämpfe. War damals alles noch nicht so verbreitet. Wir kamen mit unserer Pferdekutsche auch nicht überall hin :-)


    Aber ein Teil der Gruppe hat so eine Art Misch-Wettkampf mitgemacht. Bestand aus Turnen, Schwimmen, Leichtathletik und Volleyball. Da durften dann auch die anderen immer mitüben - laaaangweeiilliiiigggg...

    Manchmal setzen wir uns beim Training so mit dem Blick zur Wand hin. Von hinten drückt dann jemand unsere Hüfte zur Wand... Spagat in seiner schönsten Form

    Klar, aber dafür benötigt man ja noch einen sadistischen Trainingspartner.


    Das sah bei einer Trainerin auch immer gruselig aus: „mach mir Vorspreizen“ - und dann wurde das Bein des kleinen Mädels sonstwohin gezogen. Die eine oder andere Träne floss da auch mal.

    Bei uns war es damals (eher daaaaamaaaals) noch recht klassisch:

    1. Aufwärmen (Runden laufen, Aufwärmspiel, ...)
    2. Dehnen - Mobilisierung
    3. teilweise Zirkeltraining für Ausdauer/ Kraft - aber eher selten
    4. Aufbau von 1-2 Geräten und üben von Elementen
    5. Abwärmspiel

    Insgesamt habe ich das Turntraining nicht als hochintensiv in Erinnerung. Gerade im Bereich des Übens von neuen Techniken ist die Belastung doch eher gering. Insbesondere, wenn es kein Einzeltraining ist. Bei uns verteilten sich auf die zwei Geräte rd. 10-15 Leuten. Viiiieeeel Leerlauf.


    Trotzdem hat es immer Spaß gemacht. Und es gab einige Mitstreiter, die am Ende des Trainings trotzdem ausgepowert waren. Ich hätte danach noch zum nächsten Sport gehen können.


    Ich glaube bei den Mädels war teilweise noch Tanz/ Ballett auf dem Programm.


    Und vor Wettkämpfen sieht das Training wahrscheinlich auch ein bisschen anders aus.


    Wie sieht das Training bei Dir aus?

    Natürlich habe ich auch ab und zu mal Dehnung eingebaut, aber da das eher nicht mein Defizit ist,

    Du Glückliche.


    Ich versuche mich jeden Abend mit so einem Ding 15-30 Minuten zu beschäftigen:


    Der Vorteil ist, dass man da sehr gut selber in die Dehnung gehen kann. Leider nur passive Dehnung - aber besser als nichts.


    Der größte Schmerz ist aus der Dehnung wieder zurück in die Schlaffi-Position zu gehen. In der Dehnung merke ich aber jede Faser, jede Sehne und jedes Band von der Hüfte bis zur Wade. So weit, wie der Kollege auf dem Bild komme ich noch nicht - bin aber dran das zu ändern.


    Pro-Tipp: Da wir im Sportraum Teppich haben lege ich Gleiter unter die Enden des Beinspreizers. Dann flutscht es besser.