Posts by Sankt Peter

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    Ich habe nur was zu den Preisgeldern im Fußball für die Europameisterschaft gefunden:


    Zum Vergleich: Deutschlands Fußballer hätten im Falle eines EM-Sieges in Frankreich 300.000 Euro kassiert - pro Spieler. Für eine Endspielteilnahme hätte es noch 150.000 Euro gegeben. Der Halbfinaleinzug brachte Manuel Neuer und Co. immerhin noch 100.000 Euro.

    Da frage ich mich immer: würden die nicht auch spielen, wenn es kein Preisgeld geben würde?

    Der Unterschied ist glaube ich, dass in allen Sportarten (außer beim Basketballer aus der USA) der Olympiasieg das grösste Ziel ist (beim NBA Spieler natürlich der NBA Titel).


    Direkt für seinen Sport Geld zu verdienen passiert aber außerhalb von Olympia. Für 20.000 Euro würde der erfolgreiche Fußballer in Dubai ein vergoldetes Steak (Ribery) essen gehen. Das ist für ihn Taschengeld.


    Bekommt bei Mannschaftssportarten eigentlich jeder das Olympia-Preisgeld oder die Mennschaft einmalig?

    Na ja, dass man mit Turnen nicht reich wird (Ausnahmen bestätigen die Regel, wenn man gute Sponsorenverträge hat) war glaube ich bekannt. Insgesamt fallen mir als Sportarten im Wesentlichen nur Fußball, Basketball, Football, Baseball, Tennis, Golf und Formel 1 (ist das überhaupt Sport?) ein, bei denen man überhaupt eine Chance hat reich zu werden. Das merkt man diesen Sportarten aber auch irgendwie an. Und erstaunlicherweise ist Sport im Kapitalismus der USA am besten monetarisiert.


    Und das man als Sportler außerhalb dieser genannten Sportarten mit den geringen Hilfen, die man bekommt (oder auch nicht) auch kaum als Profi durchs Leben gehen kann ist auch schon mal in einer Dokumentation verfilmt worden. Diese Sportarten genießen halt nicht den Stellenwert in unserer Gesellschaft.


    Da einem Turner das aber von vorneherein klar ist muss er an die Sache anders rangehen. Stichworte: Beruf nach der Turnkarriere, Suche von Sponsoren während der aktiven Zeit, ... Ich denke - ohne es zu wissen - dass deshalb auch die Abitur- und Studiumsquote im Turnen höher ist, als z. B. im Fußball.


    Wir tun es halt für die Ehre und nicht für das Geld.


    Leider ist es so, dass Turnen trotz einer hohen Ästhetik nur sehr spärlich Fernsehzeiten bekommt. Die Sender können in diesen Sendeblöcken nicht ausreichend Werbung schalten. Ein Big Brother ist hier günstiger produziert und werbeträchtiger. Traurig aber wahr.


    Das es überhaupt Preisgelder in Wettkämpfen gibt hat mich eigentlich schon immer gewundert. Ja, ich habe auch 1 DM für eine 1 in einer Klassenarbeit bekommen - aber das fand ich damals schon angemessen ;-)


    Spaß beiseite: Ist der Erfolg - die Medaille - nicht Lohn genug? Kann man aus dem Erfolg nicht dann im Nachgang irgendwie Geld rausholen, wenn man es will? Siehe Fabian Hambüchen, der ja auf den Privatsendern in der einen oder anderen Show auftritt - und ich hoffe nicht, dass es irgendwann das Dschungel-Camp sein wird. Das ist für mich immer das Zeichen, wenn jemand ganz unten angekommen ist.


    Vielleicht ermöglichen Olympiasiege später auch Jobs im Verband oder als Trainer oder ...


    Das die Italiener mehr Geld für einen Olympiasieg bekommen als ein deutscher Turner liegt vielleicht auch daran, dass die Wahrscheinlichkeit für ihn die Goldmedaille zu holen viel geringer ist?


    Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch, wie mit Sportlern in einzelnen Ländern überhaupt umgegangen wird.


    Denkansätze:

    • Sportler in kommunistischen Systemen dienen als Aushängeschild und Beweis dafür, dass der Kommunismus funktioniert und werden auf unbedingten Erfolg (mit allen Schwierigkeiten, wie Doping, knallharte Auslese, ...) trainiert.
    • Sumo-Ringer in Japan genießen Kultstatus und werden wie Götter verehrt.
    • In ärmeren Ländern ist Sport oft eine der wenigen Wege raus aus der Armut.

    Bleibt die Frage: Bekommt das Turnen in unserer Gesellschaft ausreichend Beachtung? Die Frage ist in einem Turn-Forum wahrscheinlich eher rhetorischer Natur.


    #Preisgeld #Olympia

    Was man nicht alles im Internet findet...


    Zum Beispiel das hier: Rahmentrainingskonzeption_Gtw_für_BMI_08.05.19.pdf

    Da hat der DTB auf 87 Seiten klitzeklein beschrieben, wie die Nachwuchsförderung erfolgen könnte. Von der Sichtung - über das Training - bis hin zum Wettkampfsystem. Sind wir denn alle Marionetten des Systems?


    Na? Wer findet hier überhaupt seinen Turn-Werdegang wieder?

    Ist das vom DTB gut gemacht, aber schlecht umgesetzt? Gibt es überhaupt Vereine/ Trainer, die nach diesem Konzept vorgehen?


    Ab Seite 24 werden die altersgerechten Trainingsetappen vorgestellt:


    • Allgemeine Grundausbildung - FUNdamentals (5-7 Jahre)
    • Grundlagentraining - Learning to train (8-10 Jahre)
    • Aufbautraining - Training to Train (11-12 Jahre)
    • Anschlusstraining - Training to Compete (13-15 Jahre)
    • Hochleistungstraining - Training to Win (16+ Jahre)


    Hier noch einmal grafisch:


    Und hier die dazugehörigen Traingsumfänge:


    BouncyBee

    Kienbaum hat ja 2015 die neue Männerturnhalle eröffnet. Angeblich die modenste der Welt.


    Die alte Halle wurde wohl für Judo und Breitensport freigegeben. Du müsstest ja dann in 2016 schon die neue Halle gesehen haben. Durftet ihr da rein (schauen oder sogar trainieren)? Ist die Halle wirklich der Knaller?


    Gibt es aktuell in Kienbaum überhaupt noch eine Halle für das Leistungs-Frauen-Turnen?

    Wir waren heute mit unserer Dream Machine im Calisthenics Park. Kurzer Zwischenbericht:


    Es dauerte nicht lange, bis die ersten Neugierigen nachgefragt haben was das denn sei :-)


    Was man aber leider festhalten kann: auch 50% Körpergewicht sind immer noch verdammt viel. Front Lever klappt damit. Muscle Up ist easy. Aber das Ziel Planche ist immer noch nur mit Fernglas am Horizont zu sichten. Mal dranbleiben. Vielleicht wird es ja noch was? Wie bekommt man es bloss hin, dass die Beine der Schwerkraft trotzen? Irgendwie mal am Rückenstrecker arbeiten...

    Also ich denke ja, dass wir in die zweite Welle reinlaufen, wenn die ganzen Urlauber wieder zurückkommen. Um die Wirtschaft in den südeuropäischen Ländern nicht komplett zu zerstören werden halt Zugeständnisse gemacht, die aus gesundheitlichen Gesichtspunkten nicht unbedingt nachvollziehbar sind. Aber es gehören ja immer zwei dazu: der lockernde Staat und der bereitwillige Urlauber. Und da in unserer heutigen Konsumwelt das Wort Verzicht (auch wenn es ggf. mal nur für ein Jahr ist) nicht vorkommt sind die Leute auch nicht bereit den Urlaub dieses Jahr ausfallen zunlassen.


    Hier mal ein bedrückendes Beispiel (auch wenn der Focus sicherhlich nicht zu den Qualitätsmedien gehört): Deutsche schockieren mit Ballermann-Party: Nun drohen bis zu 600.000 Euro Strafe - FOCUS Online


    Irgendwo hatte ich gelesen: es ist schon erstaunlich, dass die Wirtschaft komplett zusammenbricht, wenn die Leute mal ein paar Wochen lang nur das kaufen, was sie wirklich brauchen.


    Ich glaube das sagt einiges über den Zustand der Gesellschaft aus.


    Ich möchte damit nicht jeden Urlauber kritisieren. Es gibt sicherlich auch verantwortungsvolle Menschen, die Urlaub machen, ohne ihr Risiko zu erhöhen. Hut ab. Möge die zweite Welle ausbleiben.


    Wir werden dieses Jahr keinen Urlaub machen - oder doch...


    Siehe hier:

    ...und vor allem sieht die Bekleidung viel besser aus. Mit dem was im Frauen-Turnen damals getragen wurde steht meine Oma heute in der Küche und kocht.